Wander- und Erholungsurlaub September 2016 in Malta (Kärnten)

Malta ist ein kleiner Fleck mitten in Kärnten, der einiges zu bieten hat.
Man kann sehr viele einfache, aber auch beschwerliche Wandertouren auf sich nehmen, oder recht schnell zum Millstätter See gelangen.
Wir werden Euch eim paar kleine Eindrücke verschaffen, was man sich hier ansehen und erleben kann.

Tag 1

Anreise

Die Anreise ist vergleichsweise eher zu vernachlässigen, da Malta nur 1,5 Autostunden, oder 95km von uns entfernt liegt.
Wir haben uns für eine kleine Selbstversorgerhütte, auf dem Maltaberg, auf 1560 Meter entschieden.
Das Ganze ohne Strom – eigentlich – denn auch hier hat der Fortschritt keinen halt gemacht und so gab es Solarstrom (12V). Was für uns doch recht angenehm war, denn so konnten wir wenigstens die Akkus unserer Handys und den der Kamera laden, denn ohne ihr keine Bilder.
Die Hütte wurde mit Holz beheizt und die Dusche lief mit Quellwasser und Propangas.

 

 

Tag 2

Stubeck 2370 Meter

Es war eine schöne Wanderung bei tollem Wetter und guter Fernsicht.
Wir konnten direkt von unserm Haus aus gehen, was alles sehr vereinfachte.
Vielleicht sollte ich eines dazu sagen, alle Wanderungen, die wir tätigten ist nichts für
eine schlechte Kondition… nur damit uns hinterher keiner in Haftung nehmen möchte…

 

Tag 3

Loibspitze 2229 Meter

Der Tag, an dem wir uns ausruhen wollten und aus einem kleinen Spaziergang eine ausgedehnte Wanderung wurde.
Ja… das passiert uns öfter, weshalb unser Rucksack auch schon für solche Fälle gerüstet sein muss.
Das heißt es ist immer etwas Proviant im Gepäck und ausreichend Wasser.
Aber was will man auch machen, wenn man so ein herrliches Bergwetter hat – richtig – man muss es nutzen. das ist eine Wanderung für all diejenigen, die die Einsamkeit lieben und etwas unberührte Natur erleben wollen.

 

 

Tag 5

Reitereck 2790 Meter

Schöne, aber auch anstrengende Wanderung.
Der Weg beginnt erst seicht und langsam ansteigend als Forstweg.
Jetzt wird es steiler, aber noch gut gehbar, jedoch sollte man genug Kraftreserven aufsparen, denn der
eigentliche Kraftakt beginnt ab der Ochsenhütte auf 2195m.
Leider waren wir vom Wetter nicht wirklich nett am Gipfel begrüßt worden, denn es zog beim Aufstieg mehr und mehr Nebel auf und auch der kalte Wind ließ keine wirkliche Freude aufkommen.

Tag 7

Schneewinkelspitze 3016 Meter

Schneewinkelspitze – oder wie unser Hund zu Schuhen kam.
Es fing recht harmlos an, der Zustieg zur Gießener Hütte auf 2202 Meter kann entweder
über die Forststraße, oder über Wegkürzungen unternommen werden.
Kurz nach der Hütte geht es steiler hinauf über gut gehbaren Blockwerk.
Ab dem Wegzweig zur Schneewinkelspitze wird es immer mehr zu einer Schutthalde mit großen Brocken, die
teilweise 2 Meter hinauf geklettert werden müssen.
Kurz unterhalb des Gipfels ist es dann passiert… Marc wollte vorsteigen und Lucy entgegennehmen,
als sie einen Satz machte und auf einer sehr schrägen Platte hoch wollte. Knapp bevor sie oben war rutschte sie jedoch auf allen 4 Pfoten rückwärts 3 Meter hinab. Alle Nägel waren abgebrochen und auch die Sohlen waren in Mitleidenschaft gezogen worden. Gut, dass wir eine Wanderin begneten, die etwas Verbandsmaterial bei sich trug. So dass wir zumindest die schlimmste Pfote verbinden konnten.
So trug Marc die arme Maus bis hinunter zur Hütte auf den Schultern.
In der Hütte gab es dann Radler für uns und der netten Studentin, sowie Wasser für Lucy.
Nach einer ausgiebigen Rast lief Lucy selbständig hinunter ins Tal zum Parkplatz.
Am nächsten Tag kauften wir Salbe und Schuhe für sie, damit sie die Salbe nicht ablecken konnte.
2 Tage später ging es ihr wieder bestens.

Tag 8

Millstätter See

Lucy ließen wir ihre Wunden lecken… na gut – zugegeben auch wir mußten verschnaufen.
Am See lässt es sich aushalten und eine kleine Schiffsfahrt ist immer zu empfehlen, denn vom Wasser aus hat man doch noch einmal andere Eindrücke.
In Millstatt selbst kommt man sich als Wanderer eher deplaziert vor, denn das Publikum ist eher gehoben und teilweise auch abgehoben.

Tag 9

Reptilienzoo und Nockalmstrasse

Zuerst waren wir im Reptilienzoo, welcher für Schlangen- und Spinnenliebhaber recht interessant sein dürfte. Wer davor Angst und oder Ekel hat, dem sei gesagt, dass es in den Alpen einige Schlangen gibt – und ja auch giftige.

Die Nockalmstraße ist, für eine Hochalpenstraße typisch, sehr Kurvenreich.
Sie bietet viele tolle Ausblicke, einige schöne Einkehrmöglichkeiten und für Motorradfahrer eine Strecke zum Cruisen.

Tag 10

Bonsai und Foltermuseum

Wir wissen, dass die Zusammenstellung für diesen Tag etwas seltsam erscheint,
aber sie liegen nun einmal dicht zusammen.
Das Bonsaimuseum ist wohl in seiner Art fast einmalig, denn wo sonst kann man diese kleinen Bäume in solch einer Vielfalt bestaunen – und nicht nur das, wer über das nötige Kleingeld verfügt kann auch richtig alte Exemplare erwerben.
Wenn die Gärtnerin etwas Zeit hat, dann erzählt sie Euch gern einiges über die Entstehung und deren Pflege.

Das Foltermuseum sollte man eher nicht mit Kindern besuchen, denn es gibt dort einige Dinge, die sie besser nicht sehen sollten.
Es ist recht anschaulich gestaltet, um zu zeigen wie grausam das Mittelalter war.

Tag 11

Mölltaler Gletscher

Wir sind mit der Seilbahn hochgefahren und haben uns mal angeschaut, wie
unachtsam mit der Natur umgegangen wird. Ein Skibiet, welches im Sommer geöffnet ist, ist zumindest für uns ein Raubbau an der Natur und überflüssig wie ein Geschwür.
Der einstige kleine Gletschersee wurde künstlich vergrößert, um die Beschneiung sicherzustellen. Dennoch, der Ausblick auf den Sonnblick mit seinem Wetter Observatorium ist einmalig schön. Von hier aus wäre es ein Katzensprung auf das Schareck, jedoch werden wir diesen mal bei Gelegenheit richtig besteigen von Bad Gastein aus.

Tag 13

Maltatalsperre und Arlhöhe 2330 Meter


Erst waren wir an der Maltatalsperre, wo wir uns ein wenig vor einer Schlange erschrocken haben, die mitten auf dem Weg ihr Sonnenbad nahm.
Dann haben wir den Aufstieg zur Arlhöhe genommen und sind trotz starkem Wind und Nebel bis auf den Gipfel. Nach ein wenig warten ist der Nebel abgezogen und uns bot sich ein wundervoller Ausblick auf die Talsperre und die umliegende Bergwelt.

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